Kürzlich in der hochrangigen Zeitschrift veröffentlicht Fernerkundung der Umwelt, Die Studie “Fortschritte und mögliche Richtungen bei der Fernerkundung von aufgegebenem Ackerland” zeigt die Stärke der projektübergreifenden Zusammenarbeit - einschließlich des Partnerteams von Europe-LAND an der Karls-Universität (Tschechische Republik).
Obwohl die Ausdehnung der Städte und die wachsende Nachfrage nach landwirtschaftlicher Produktion den Druck auf die Landnutzung erhöhen, hat sich die Aufgabe von Ackerland paradoxerweise zu einem weltweit verbreiteten Phänomen der Landnutzungsänderung entwickelt. In dieser Übersichtsarbeit wurden 131 Veröffentlichungen zusammengefasst, um zu bewerten, wie die Fernerkundung zur Überwachung der Landaufgabe eingesetzt wurde. Dabei wird das rasche Wachstum dieser Techniken hervorgehoben, während gleichzeitig eine anhaltende Abhängigkeit von öffentlich verfügbaren optischen Daten wie Landsat und Sentinel-2 deutlich wird.
Der Artikel leistet einen konzeptionellen Beitrag zu einem der künftigen Ergebnisse von Europe-LAND - der Entwicklung von Indikatoren für LU/LC-Übergangsprozesse. Da die Europe-LAND-Indikatoren auf der Fernerkundung beruhen werden, bietet diese Synthese eine entscheidende Evidenzbasis für die Entwicklung robuster, skalierbarer Metriken zur Verfolgung von Landnutzungsänderungen und anderen Übergängen.
Das Papier wurde von Experten der Universität Kopenhagen (Dänemark), der Universität Heidelberg (Deutschland), der Slowakischen Akademie der Wissenschaften (Slowakei), der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (Schweiz), der Karls-Universität (Tschechische Republik) und der Universität Warschau (Polen) mitverfasst. Unterstützung kam von führenden Programmen wie dem 4EU+ Flagship: Biodiversität und nachhaltige Entwicklung, Biodiversa+ und ALPMEMA, was die Stärke der internationalen, projektübergreifenden Zusammenarbeit verdeutlicht.
Die Empfehlungen lauten unter anderem:
- Ausweitung der Forschung auf unterrepräsentierte Landnutzungstypen (Grasland, Terrassen, Plantagen)
- Ausweitung der Abdeckung auf Regionen wie Afrika, Zentral- und Südostasien und Südamerika
- Diversifizierung der Datenquellen über die optische Bildgebung hinaus
- Einbeziehung von Zusatzinformationen und sozioökonomischen Zusammenhängen
- und Verbesserung der Kommunikation von Methoden, Definitionen und Ergebnissen
Gemeinsam werden diese Richtungen Europe-LAND und seine Partner in die Lage versetzen, Indikatoren der nächsten Generation zu entwickeln, die die Aufgabe von landwirtschaftlichen Nutzflächen genauer verfolgen, eine faktengestützte Entscheidungsfindung unterstützen und Informationen für eine nachhaltige Landnutzungspolitik in ganz Europa liefern.
Hier finden Sie den vollständigen Artikel: https://doi.org/10.1016/j.ecolind.2025.113869